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01.02.2012

Immobilienstandort Deutschland trotz Eurokrise attraktiv

Deutsche Immobilien rangieren in der Gunst der Investoren weit oben

Bereits im vergangenen Jahr war das Anlegerinteresse an deutschen Immobilien groß – diese Entwicklung dürfte sich 2012 fortsetzen: Der deutsche Immobilienmarkt wird weiterhin positiv beurteilt und als stabil eingestuft. Dies zeigen das aktuelle Trendbarometer von Ernst & Young Real Estate und der Investment Intention Survey des Fondsverbands Inrev.

E&Y hat für sein Trendbarometer 2012 im November und Dezember vergangenen Jahres die Einschätzungen von  mehr als 200 Unternehmen und Investoren eingeholt – und die zeigen sich noch überzeugter vom deutschen Immobilienmarkt als im Vorjahr: „Sehr attraktiv“ lautet das Urteil von 38 Prozent der Befragten, 61 Prozent stufen deutsche Immobilien als „attraktiv“ ein (Vorjahreswerte: 33 Prozent/ 57 Prozent). Rund die Hälfte rechnet mit einem steigenden Transaktionsvolumen im kommenden Jahr.

Laut Trendbarometer dürfte sich die Aufwärtsentwicklung der deutschen Wohnimmobilien auch in 2012 fortsetzen: 69 Prozent sehen in ihnen die bevorzugte Assetklasse, nach Ansicht von drei Vierteln der Befragten werden die Preise in sehr guten Lagen weiter anziehen. Eindeutiger Favorit in diesem Sektor: Berlin (42 Prozent). Aber auch deutsche Einzelhandelsobjekte schnitten gut ab: Knapp die Hälfte der  Interviewten rechnet mit steigenden Preisen in Toplagen, 51 Prozent (gegenüber 36 Prozent im Vorjahr) stuften sie als stark nachgefragt ein.

Allerdings rechnen 70 Prozent vor dem Hintergrund von Basel III mit mehr Zurückhaltung der Banken bei der Kreditvergabe. Infolge der Veränderungen durch Solvency II erwarten 85 Prozent ein verstärktes Engagement von Versicherungen und Pensionskassen als Fremdkapitalgeber. Über die Hälfte der Befragten geht von einer Zunahme der M&A-Aktivitäten aus.

Im direkten europäischen Vergleich sehen 52 Prozent Deutschland als sehr attraktiven Standort an. Neben Schweden und der Schweiz wird Deutschland aufgrund seiner wirtschaftlichen Stabilität geschätzt. Dass die Eurokrise der Anziehungskraft des deutschen Immobilienmarkts kaum etwas anhaben kann, zeigen auch die Ergebnisse des Investment Intention Survey. In der Studie, für die Inrev 121 Investoren und Fondsmanager befragt hat, konnte Deutschland seine gute Position aus dem Vorjahr verteidigen. 64 Prozent der Befragten nannten deutsche Einzelhandelsimmobilien als bevorzugte Wahl für weitere Investitionsentscheidungen. Die Interviewten zeigten nur wenig Lust auf  risikoreiche Investments – Core-Immobilien stehen für 69 Prozent im Focus des Kaufinteresses. Auch nach Ansicht der Befragten des Investment Intention Survey überzeugt Deutschland vor dem Hintergrund der Eurokrise als stabiler Markt.

 

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