2011 bringt höchstes Transaktionsvolumen seit drei Jahren auf dem Wohninvestmentmarkt
Berlin liegt unangefochten an der Spitze
Wohnimmobilien in deutschen Metropolregionen waren im zurückliegenden Jahr der Liebling der Investoren. Bereits Ende Dezember stellten Auswertungen von Jones Lang LaSalle (JLL) für 2011 ein Transaktionsvolumen von Wohnimmobilienportfolios in Aussicht, das mit 5,7 Mrd. Euro deutlich über dem Vorjahreswert (3,3 Mrd. Euro) liegt und damit den höchsten Wert seit drei Jahren erreicht.
Diese Entwicklung belegen auch die Ergebnisse der „Transaktionsanalyse Wohninvestments 2011“, die das Research-Team von Dr. Lübke kürzlich veröffentlicht hat. In der Studie wurden ausschließlich Verkäufe ab einem Investitionsvolumen von 1 Mio. Euro berücksichtigt. Mit 62% (3,84 Mrd. Euro) zeigt sich auch hier deutlich die Dominanz der Portfolioverkäufe im Wohninvestmentmarkt, auf dem ein Gesamtumsatz von 6,18 Mrd. Euro erzielt werden konnte. 71% der Investoren stammten aus Deutschland – angesichts der anhaltenden Krisenstimmung auf den Finanzmärkten zeigten deutsche Anleger am einheimischen Markt großes Interesse. Investoren aus dem Ausland hatten einen eindeutigen Schwerpunkt: Fast die Hälfte ausländischen Kapitals wurde in Berlin investiert. Neben Equity aus den USA und Großbritannien sind laut Dr. Lübke vor allem skandinavische Anlegergelder in deutsche Wohnungsbestände geflossen.
Die Bundeshauptstadt geht aus der Analyse des Maklerhauses als unangefochtener Top-Standort hervor. Mit 82.730 gehandelten Wohneinheiten lässt Berlin Düsseldorf (3.990), München (3.950), Leipzig (3.260) und Hamburg (3.250) weit hinter sich und führt damit ebenso die Ranglisten der Top-5-Standorte nach Bundesländern und Investitionsvolumen an: Rund 2,5 Mrd. Euro wurden in Berliner Assets investiert. Und auch die größten Deals spielten sich in der Spreemetropole ab: Für 330 Mio. Euro ging das 4.800 Wohneinheiten umfassende Portfolio der GAGFAH an die GSW, durch deren Börsengang wiederum die größte Anzahl an Wohneinheiten (geschätzte 49.700) auf den Markt gebracht wurde.
Obwohl mit einer raschen Auflösung der Krisenstimmung auf den Märkten nicht zu rechnen ist, erwarten sowohl die Analysten von JLL als auch Dr. Lübkes für den Wohninvestmentmarkt in 2012 ein ähnlich hohes Niveau wie im zurückliegenden Jahr. Der ausstehende LBBW Deal (21.000 Wohneinheiten), die geplanten Veräußerungen von 33.000 Wohneinheiten der Bayern LB und 11.600 Wohneinheiten der TLG stellen ein Transaktionsvolumen in Aussicht, das sich mindestens auf der Höhe des Vorjahres bewegt. Und die Bundeshauptstadt, so das Research-Team von Dr. Lübke, dürfte in 2012 ihre Spitzenposition verteidigen können. Aufgrund der anhaltenden Nachfrage von deutschen und internationalen Investoren ist von einer Fortsetzung der dynamischen Entwicklung auf dem Berliner Markt auszugehen.



